müller*****

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  • Auftakt: Performativer Gedenktag
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In Formen der Trauer erforscht ein transdisziplinäres Team von Philosophie über Musik bis zur Physik Szenarien der Trauer und erprobt dabei eine Methode kollaborativen Forschens.
 
Welche Aggregatzustände kann Trauer annehmen? Welche Trauer wird in der Gesellschaft sichtbar? Welche Sichtweisen und Analysen unserer Gesellschaft ergeben sich, wenn man durch die Forschungsperspektive von Trauer auf sie schaut? Führt die angebliche Alternativlosigkeit des kapitalistischen Systems zu einem Zustand des gesellschaftlichen Trauerns, und wie wären mögliche Trauerprozesse beschreibbar?

Über einen Zeitraum von drei Monaten widmeten sich eine Philosophin, ein Physiker, ein Theaterwissenschaftler, eine Kulturwissenschaftlerin, ein Musiker, eine Bühnenbildnerin und eine Performerin / Regisseurin Phänomenen des Trauerns.

Im November 2013, am Volkstrauertag, eröffnete ein Performativer Gedenktag das Forschungsfeld mit ersten Fragen, Diskussionen und einem Stadtspaziergang.
Anfang Januar 2014 erhielten Interessierte bei einem „Öffentlichen Labor“ Einblicke in den Forschungstand des Teams und konnten aktiv mitforschen.
Ende Februar 2014 wird die im Forschungsprozess erarbeitete Performance im TD Premiere haben. Im Rahmen der Vorstellungen findet in Kooperation mit der UdK das Symposium „Kunst und Wissen“ statt. Außerdem ist eine entsprechende Publikation geplant.
 
 
Termine:
Weitere Aufführungen: 27. Februar - 2. März 2014
Gedenkschmaus / Stadtspaziergang / Diskussion
 
Formen der Trauer findet in Kooperation mit dem Labor Theaterforschung der UdK unter der Leitung von Prof. Katja Rothe statt.
Termine:
Weitere Aufführungen:
Donnerstag, 27. Februar - Sonntag, 2. März 2014
Im Anschluss an jede Vorstellung gibt es einen Offenen Trauersalon.
 
Rahmenprogramm:
Do., 27. Februar, 17 Uhr: Podiumsdiskussion (Eintritt frei)
(Ver)Suchen, (Er)Proben
Katja Rothe, Karin Harrasser und Christian Kassung diskutieren, was künstlerische Forschung sowie die Rede von einem spezifischen Wissen der Künste für eine auf die Universität fixierte Wissens- und Wissenschaftsgeschichte bedeuten.

Fr., 28. Februar, 10 - 17 Uhr: Werkstatt
Forschungsmethoden und Wissensobjekte zwischen Wissenschaft und Kunst
»Vielfalt der Wissensformen« trifft auf Forscher_innen des theatralen Forschungslabors „Formen der Trauer“. Anmeldung bei ingaschaub@gmx.de
 
Gedenkschmaus / Stadtspaziergang / Diskussion

Der Volkstrauertag? War nochmal gleich was? Für wen? Von wem und warum? Wer ist das Volk? Wo ist das Trauern? Am 17. November, dem offiziellen Volkstrauertag, richten wir im Theaterdiscounter eine performative Gedenkstätte ein, in der gemeinsam zu Formen des öffentlichen Gedenkens experimentiert wird und die Start für eine Erkundungstour im Stadtraum ist.

Das Theater/Performance-Label müller***** feiert mit dem Performativen Gedenktag den Auftakt des transdisziplinären Forschungsprojekts „Formen der Trauer“ und lädt zur gemeinsamen Recherche ein. Prof. Katja Rothe von der UdK eröffnet beim Gedenkschmaus mit Kürbissuppe und Kerzenlicht die Verhandlung über die soziale und künstlerische Praxis des Vergegenwärtigens. Sie stellt dazu Beispiele des Re-enactments beziehungsweise Pre-enactments vor. Danach geht es mit der Politikwissenschaftlerin Angelika Laumer auf einen Stadtspaziergang zur Gedenkstätte Bernauer Straße. Unterwegs werden Formen des Gedenkens im öffentlichen Raum sichtbar und Wissen über ihre Entstehung erfahrbar.

www.theaterdiscounter.de

Der Begriff der Störung hat sich seit Beginn der Recherche als wichtiger Ansatzpunkt für das Team von Formen der Trauer herauskristallisiert – und zwar sowohl bezogen auf das zu untersuchende Gefühl der Trauer, als auch bezogen auf die Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wissenschaft. Ist Trauer ein Moment der Störung, der Unterbrechung, der Krise im (Denk)System? Wo entstehen Störungen, wenn Künstler_innen und Wissenschaftler_innen zusammenarbeiten? Wie können diese Störungen produktiv werden?

Weil Forschung für das Labor Formen der Trauer nur in der Öffentlichkeit und mit der Öffentlichkeit gedacht werden kann, lädt es alle Interessierten ein, mitzuforschen und ihre Fragen, Ideen und Assoziationen ins Labor einzubringen. Zum Einstieg gibt es einen kurzen szenisch-performativen Einblick in erste Ergebnisse der bisherigen Laborarbeit bisher. Nach einem kollektiven Mindmapping werden gemeinsam mit allen Teilnehmenden Versuchsanordnungen zwischen Kunst und Wissenschaft entwickelt, getestet und gestört.

Ob zwischen Kunst und Wissenschaft neues Wissen über Störungen entstehen kann, oder ob unser vermeintlich sicheres Wissen dadurch gestört wird, wollen wir im Anschluss an diese Versuchsreihen mit allen Beteiligten diskutieren.

 

www.theaterdiscounter.de

von und mit Vega Damm / Simon Heitz / Michaela Muchina / Jens Peters / Gregor Schulenburg

Konzept/Leitung Elisa Müller Konzept/Dramaturgie Inga Schaub Konzept/Ausstattung Michaela Muchina Konzept/Sound Design Friederike Kenneweg Produktionsleitung ehrliche Arbeit – freies Kulturbüro

Eine Produktion von müller***** in Kooperation mit UdK Berlin / »Vielfalt der Wissensformen« (HU Berlin)  / Theaterdiscounter / LICHTHOF Hamburg Gefördert durch Hauptstadtkulturfonds Rahmenprogramm gefördert durch HU-Programm „Freiräume“ Unterstützt von Otto Berg Bestattungen

 

Für die Fotos der Aufführung: (c) Renata Chueire

Andere Fotos: (c) Michaela Muchina

„Ein großer kahler Raum. Von drei Seiten blickt das Publikum auf die Bühne. Dort steht an jeder Ecke ein Tisch. An jedem der vier Tische eine Performerin oder ein Performer, sie sprechen in Mikrophone und bedienen Laptops, um Gesprächsfetzen einzuspielen. Es ist eine akustische Versuchsanordnung zum Thema Trauer. (…)Die Performance „Formen der Trauer“ konzentriert sich darauf, Gespräche aus dem Probenprozess auf die Bühne zu bringen – und wirft dabei vor allem Fragen auf. Gibt es gesellschaftliche Trauer? Wo hat Trauer in dieser Gesellschaft eigentlich einen Raum?“

Aus dem Vorbericht zur Premiere von „Formen der Trauer“ im rbb-Kulturradio, 19.02.2014

Das Feature im Stream:

https://soundcloud.com/systemerror-3/rbb-kulturradio-uber-formen-der-trauer/s-lGg53