müller*****

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„Wir erleben gerade das Entstehen einer neuen Form der Identifizierung: Unsere digitalen Spuren, zum Beispiel Kommunikationsverhalten und Ortsangaben, kreieren das Mosaik unserer Existenz. Diese neue Form der Identifikation ist dynamisch, prozessual. Man erkennt uns, weil wir leben.“ (Bernd Graff, Süddeutsche Zeitung, 25.1.2010)
 
Auch in der realen Welt kann das Identifizieren mit sich selbst als Prozess beschrieben werden: Eine Person verfügt nie über eine „wahre Identität“, sondern operiert gleichzeitig mit mehreren Teilen, die sich durch Wechselwirkungen mit dem sozialen Gefüge und durch subjektive Verarbeitung des Erlebten stetig entwickeln.
Identität ist dabei immer die illusorische Vorstellung einer Deckungsgleichheit des Ich mit der Wahrnehmung der Außenwelt. Anders gesagt: Ihre Realität ist Fiktion mit Wahrheitswert.
 
müller***** arbeitet in diesem Projekt mit eigenen und geliehenen Biographien und erforscht das Konstruieren und Inszenieren von Identitäten.
Wie viele mögliche Identitäten ein und derselben Person gibt es?
von und mit- Andree Gubisch, Elisa Müller, Frank Sievers, Angeika Waniek
Konzept und Leitung- Elisa Müller
Dramaturgie- Sarah Reimann, Eva Böhmer
Produktionsassistenz- Verena Brakonier
 
Eine Koproduktion von müller***** mit den Sophiensælen Berlin und dem LICHTHOF Hamburg. Gefördert aus Mitteln der Hamburgischen Kulturstiftung und der Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung.
 
spielorte- Sophiensaele Berlin, LICHTHOF Hamburg

(c) Renata Chueire